Im Oktober 2004 wurde die 2. Börde-Königin Sylvia I.in Oschersleben zum Tag der Regionen gewählt.
Sie vertritt seitdem auf zahlreichen Messen und Veranstaltungen im In- und Ausland die Region der Stadt Oschersleben und des Landkreises Börde.
Magdeburger Börde
Die fruchtbare Magdeburger Börde bildet die zentrale Region
des Landes Sachsen-Anhalt.
Abgrenzung
Wie bei vielen anderen Landschaften auch kann man die Grenzen der Magdeburger Börde meist nicht mit einer markanten Linie beschreiben. Lediglich im Westen ist die Grenze zu Niedersachsen scharf. Im Nordwesten liegt der Naturpark Drömling bei Oebisfelde. Nach Norden geht die Börde in die ebenfalls zu Sachsen -Anhalt gehörende Altmark über. Die Grenze wird meist mit der Ohre oder der Colbitz-Letzlinger Heide angegeben. Allerdings gehört der südlich der Ohre gelegene Flechtinger Höhenzug nur bedingt zur Magdeburger Börde. Die östliche Grenze wird meist mit der Elbe gezogen, jedoch zählen sich einige Dörfer östlich von Magdeburg auch noch der Börde zugehörig. Im Südosten geht die Börde in die Flusslandschaft des Biosphärenreservates Mittlere Elbe über. Auch der Übergang in das südöstlich gelegene Mansfelder Land ist nicht markant ausgeprägt. Im Süden befindet sich der Harz, wobei das unmittelbare Harzvorland zum Teil auch aus der Börde ausgegliedert wird. Durch die Magdeburger Börde fließen die Saale und die Bode.
Allgemeines
Die heute waldarme Landschaft ist flach-gewellt und besteht meist aus unverfestigtem Moränenmaterial der Saaleeiszeit. Vereinzelt tritt auch älteres Festgestein zu Tage. Großflächig überlagert eine aufgewehte Lössdecke die älteren Fest- und Lockergesteine. Sie besitzt fruchtbare Böden (teilweise Schwarzerde), auf denen vor allem Zuckerrüben-und Weizenanbau betrieben wird. 1934 erhielt der Boden in der Gemeinde Eickendorf die Bodenwertzahl 100 und gilt als Vergleichsbasis für Deutschlands Böden. Die Magdeburger Börde liegt im Regenschatten des Harzes und ist eine der trockensten Gegenden Deutschlands, allerdings nicht die wärmste oder sonnenreichste.
Orte der Magdeburger Börde
Zielitz, Schönebeck (Elbe), Haldensleben, Wanzleben, Oschersleben (Bode), Hornhausen, Pretzien, Magdeburg
Meine Heimatstadt Oschersleben (Bode)
Geschichte:
Oschersleben wurde erstmals 994 in einer Urkunde Kaiser Otto III. erwähnt.
Er verleiht darin dem Servatiusstift Quedlinburg Zoll-, Münz- und Marktrecht
über ein ausgedehntes Gebiet.
Die Nordgrenze war der Sumpf, welcher sich von Oschersleben bis Hornburg
erstreckt.
Der Ursprung unserer Stadt geht wahrscheinlich auf eine Siedlungsgründung
der Warnen im 4. Jahrhundert zurück.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich
diese Siedlung zum einem Marktflecken und
zu einem befestigten Ackerbürgerstädtchen.
Im 12. Jahrhundert wird Oschersleben als gut
befestigte Stadt bezeichnet, gesichert durch
Mauern, Wallanlagen und Gräben mit drei Stadttoren.
Im 17. Jahrhundert vernichteten mehrfach verheeerende Brände
ganze Stadtteile auch Rathaus und Kirche blieben nicht verschont.

Durch die Stadtbrände von 1660 erlitten die
Kirche und 1688 das Rathaus so große Schäden,
dass Neubauten nötig wurden.
1825 wurden aus dem Kanton Oschersleben
der Kreis Oschersleben.
1916 wurde Oschersleben Kreisstadt.
Mit der allgemeinen Industrieallisierung im
im 19. Jahrhundert begann auch ein ökonomischer Aufschwung.
Die stürmische Entwicklung der Stadt hat ihre Wurzeln im intensiven
Zuckerrübenanbau in der Börde, der Gründung von Zuckerfabriken
und vieler anderer Industriebetriebe, dem Bau der
Eisenbahnlinien Wolfenbüttel- Oschersleben sowie
Magdeburg-Oschersleben-Halberstadt und in der Erschließung
der Braunkohlevorkommen bei Hornhausen und Neindorf.
Lag die Einwohnerzahl vorher bei ca.3000, so brachte diese Entwicklung ein
Anwachsen der Bevölkerung bis zum Jahr 1900 auf 13400.
Auch in den Vorkriegsjahren des 2. Weltkrieges wurden durch den Bau eines
riesigen Rüstungsbetriebes (AGO Flugzeugwerke) Bürger aus
anderen Gegenden Deutschlands angesiedelt. Allein in dieser Phase
entstanden 1450 Wohnungen.
Mit der Rüstungsindustrie waren allerdings auch Angriffe der Alliierten auf die
Stadt verbunden. Bei 10 Luftangriffen wurden 151 Gebäude total,
177 schwer und 112 leicht zerstört. 148 Tote und über 300 Verletzte waren zu
beklagen, Tausende wurden obdachtlos.
Nach dem Krieg begann man mit dem Wiederaufbau.
Mit der Zeit entwickelten sich mehr Industriebetriebe in der Stadt.
1986 gab es in Oschersleben 36 Industriebetriebe, 4 Baubetriebe
und 3 Betriebe der Landwirtschaft.
Nach 1990 wurden viele Betriebe aufgelöst bzw. stark reduziert.
Durch die Schaffung von Gewerbegebieten kam es zu Neuansiedlungen.
So entstand u.a. die dritte permanente Test-und Rennstrecke Deutschlands,
die Motorsport-Arena Oschersleben.
Bereits 1975 begann man in unserer Stadt mit dem Bau von Wohnkomplexen
zum Teil auf der grünen Wiese, aber auch im Innenstadtbereich und mit der
Errichtung von Eigenheimen. Alte Gebäude wurden modernisiert bzw.
rekonstruiert. Noch heute ist die Sanierung der Altstadt nicht abgeschlossen.
Durch die Gestaltung im Miteinander von Alt und Neu hat sich Oschersleben
zu einer Stadt entwickelt, deren Besuch sich lohnt.
Im April 1993 schlossen sich Oschersleben sowie die anliegenden Gemeinden
Hornhausen, Hordorf, Beckendorf-Neindorf und Altbrandsleben zu einer
Verwaltungsgemeinschaft zusammen. Die Stadt Oschersleben ist Träger dieser
Gemeinschaft. Im Zuge der Gebietserneuerung wurden dann 1994 die Kreise
Oschersleben und Wanzleben, sowie die Stadt Kroppenstedt zum Bördekreis
zusammengefasst bei dem Oschersleben Kreisstadt geblieben ist.
Sehenswürdigkeiten:
Motorsport- Arena,
Wiesenpark,
Rathaus (1396 urkundlich erwähnt,Wiederaufbau 1691),
Evangelische Kirche "St. Nikiolai",
Stadtmauer mit Turm aus dem 13. Jahrhundert,
Bürgerhäuser aus der Gründerzeit in der Puschkin - und Halberstädter Straße,
Erholungs und Landschaftsschutzgebiet"Hohes Holz"
Touristische Anfragen:
Landkreis Boerdekreis
Amt für Wirtschafts-, Landwirtschafts- und -Tourimusförderung
Triftstraße 9 - 10
39387 Oschersleben/Bode
Telefon: 03949 9180
................................................................
Tourist-Information Oschersleben (Bode)
Hornhäuser Straße 5
39387 Oschersleben/Bode
Telefon: 03949 912205
http://www.oscherslebenbode.de/
